Insolvenz der Firma Zanders II

Insolvenz der Firma Zanders II

Die Gehälter für die Monate Juni bis einschließlich August 2018 wurden über die Vorfinanzierung von Insolvenzgeld gesichert. Diese Sicherheit und Gewährleistung der Betriebsfortführung endet jedoch mit dem 31.08.2018.

Während des vorläufigen Insolvenzverfahrens gibt es grundsätzlich kein Insolvenzgeld. Da ein Abwarten der Insolvenzeröffnung für die Arbeitnehmer (Liquidität) wie auch das Unternehmen (Gefahr, dass Leistungs- und Know-How-Träger abwandern) unzumutbar wäre, stoßen der vorläufige Insolvenzverwalter und die Gläubiger häufig eine sog. Insolvenzgeldvorfinanzierung an, um die Betriebsfortführung gewährleisten zu können. Hierbei treten die Arbeitnehmer sicherheitshalber ihre zukünftigen Insolvenzgeldansprüche gegenüber der Agentur für Arbeit an die das Insolvenzgeld vorfinanzierende Bank ab. Die vorfinanzierende Bank stellt im Gegenzug dem Arbeitgeber Liquidität zur Auszahlung der Gehälter bereit, wobei die anfallenden Zinsen und Bearbeitungsgebühren der Bank in der Regel vom Arbeitgeber getragen werden. Somit richtet sich die Dauer des vorläufigen Insolvenzverfahrens in der Regel nach dem Zeitraum der bestehenden Gehaltsrückstände zum Zeitpunkt der Eröffnungsantragstellung.

Damit besteht nach unserer Auffassung und Erfahrung nach Ablauf dieses 3-Monats-Zeitraums die Gefahr, dass nun Kündigungen ausgesprochen werden (müssen), da die Liquidität des Unternehmens für eine Betriebsfortführung anderenfalls nicht mehr gewährleistet wäre.

Nach Erhalt einer Kündigung des Arbeitgebers ist eine 3-wöchige Klagefrist zu beachten. Da nach Ablauf dieser Frist selbst eine unwirksame Kündigung als akzeptiert gilt, ist zwingend rechtzeitig zu handeln.

Bei Fragen steht Ihnen unsere arbeitsrechtliche Abteilung gerne zur Verfügung.

RA Sören Riebenstahl, Fachanwalt für Arbeits- und Sozialrecht

Ergänzung:
Nach Angabe der Bergischen Landeszeitung vom 31.08.2018 hat der Insolvenzverwalter gestern "Anpassungen beim Personal" angekündigt, was nur den Ausspruch betriebsbedingter Kündigungen bedeuten kann.

Eingeschränkte Erreichbarkeit für zehn Tage
(vom 13.07. bis 23.07.2018)


Sehr geehrte Damen und Herren,
um noch besser für unsere Mandanten erreichbar zu sein und noch schneller auf ihre Anliegen reagieren zu können, legen wir die gesamte technische Infrastruktur der Kanzlei WINTER Rechtsanwälte neu auf.
Diese Umstellung in den Bereichen Telefonie, Internet, Netzwerk und Datenverarbeitung bringt es leider mit sich, dass unsere Erreichbarkeit in einem überschaubaren Zeitraum nicht immer gewährleistet ist. Das betrifft zehn Tage, die am letzten Schultag vor den Sommerferien in NRW, am 13.07.2018 um 13 Uhr, beginnen. Ab 23.07.2018 sollen der Geschäftsbetrieb und alle Ihnen bekannten Kontaktwege wieder uneingeschränkt funktionieren.
Da es in dieser Umbauphase bei den E-Mails zu verzögerten Zustellungen kommen kann, bitten wir Sie, vor allem bei eiligen Anfragen mit uns über Telefon oder Fax Kontakt aufzunehmen. Sie erreichen uns über unsere zentralen Nummern wie folgt:
Telefon: 02204 / 508955 - 0
Fax: 02204 / 508955 - 9

Wir bitten um Verständnis, dass unsere Erreichbarkeit während dieser technischen Umstellung eingeschränkt ist und wir auf Ihre Anliegen in dieser Zeit vielleicht nicht in der gewohnten Geschwindigkeit reagieren können.

x